Schule 2035-Lernen nach Digitalisierung und KI
Welches Lernen ist notwendig, um unsere Gesellschaft zukunftsfähig zu machen. Bildungsvordenker Jöran Muss-Merholz stellt in seinem Buch «Schule 2035-Lernen nach Digitalisierung und KI» – dem neuen Quartalsbuch – fünf unterschiedliche Zukunftsschulen und zehn Zukunfts-Denkmethoden vor.
Der Titel kann bei uns bestellt werden:
Bildung Bern, Erlachstrasse 16b, Postfach 9492, 3001 Bern, oder per E-Mail: info@bildungbern.ch
Normalpreis 33.20 bis 42.90 Franken, als Quartalsbuch von Bildung Bern 26 Franken (inkl. Porto und 2,5% MWST.).
Herr Muss-Merholz, in Ihrem Buch stellen Sie fünf visionäre Schulen der Zukunft vor. Welche davon ist Ihre Lieblingsschule?
Einerseits sind mir alle fünf Schulen symphatisch, und ich finde die ganz unterschiedlichen Konzepte sehr spannend! Ich mag auch die Menschen – wir treffen im Buch ja die Akteur:innen, die im Jahr 2035 in den fünf Schulen arbeiten. Ich glaube diesen Menschen, dass sie richtige und wichtige Arbeit machen. Andererseits gehört es zum Konzept des Buchs, dass jede Schule ihre «Dornen» hat, an denen man beim Lesen hängen bleibt und sich denkt: «Moment mal – das hier würde ich aber anders wollen!» oder «Das hier ist für mich unrealistisch!» oder «Hier fehlt mir etwas Wichtiges!». Damit ist man schon beim eigentlichen Ziel des Buchs: Man macht sich beim Lesen Gedanken darüber, welche Schule man selbst möchte und wie das eigene Zukunftsbild von Schule aussieht. Von vielen Orten habe ich gehört, dass sich Menschen und Gruppen nach dem Lesen das Bild einer sechsten Schule gebaut haben – die dann ihre Lieblingsschule ist.
Was müssen junge Menschen Ihrer Ansicht nach vor allem lernen, damit unsere Gesellschaft zukunftsfähig wird?
Eine riesige Aufgabe liegt für mich darin, dass junge Menschen selbstständig lernen und handeln können. Dass sie überhaupt ihr Ding machen WOLLEN! Und dann müssen wir weiter daran arbeiten, dieses individuelle Handeln und Gemeinschaftlichkeit miteinander zu verknüpfen. Apropos Verknüpfung – darin liegt für mich der eigentliche Schlüssel. An vielen Stellen sind die grossen «Entweder-oder»-Fragen müssig. Die üblichen Streitmuster lassen sich meist zuspitzen auf: «entweder Basiskompetenzen oder Future Skills», «entweder individualisiertes oder gemeinsames Lernen», «entweder Freiraum oder Struktur», «entweder menschliche oder künstliche Intelligenz» – aber das echte Leben ist die Kunst der komplexen Verknüpfung und Verwebung! Es braucht gute «Sowohl-als-auch»-Antworten.
Weshalb sollten Lehrpersonen und Schulleitungen dieses Buch lesen?
Von der Zukunftsforscherin Florence Gaub habe ich gelernt: Zukunftsdenken macht nicht nur Freude, sondern es stärkt ganz nüchtern die Wahrscheinlichkeit, dass die erwünschte Zukunft eintritt! Und nebenbei lernt man beim Lesen auch einige pädagogische Konzepte und technologische Möglichkeiten besser kennen.